Ist uns aufgefallen - Woche 12

Ein Fackelzug ist auf dem Weg zum Funken im Ried, um diesen zu entzuenden, am Funkensonntag, 15. Maerz 2026, in Appenzell. Am vierten Sonntag der Fastenzeit werden rund um Appenzell die "Funken" entzuendet. Mit dem Funken wird die "Funkebaabe" mitverbrennt. So soll der Winter vertrieben werden.
KEYSTONE / Gian Ehrenzeller
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Von einer zäuselnden Funkenbaabe im Appenzell über 50 Jahre Apple in Cupertino hin zum massiven Stellenausbau bei Stadler Rail. Erfahren Sie auch, warum das Bundeshaus aktuell um die Schweizer Identität ringt.

Die Funkenbaabe zäuselt

In vielen Gemeinden des Rheintals und Graubündens und in Appenzell (Bild) loderten am Funkensonntag, 15. März 2026, die Funkenfeuer. Doch was dieses Jahr besonders auffiel: Die «Funkenbaabe» – jene Strohpuppe, die als Symbol für den Winter hoch oben auf dem Scheiterhaufen verbrennt – wird zunehmend zum Zündstoff einer gesellschaftlichen Debatte.

Während der Schutz von Igeln mittels Wärmebildkameras 2026 zum Standard wurde, entzündete sich die Kritik dieses Jahr massiv an der Symbolik der Puppe selbst. In ersten Gemeinden wurde die traditionelle «Baabe» bereits durch abstrakte Skulpturen ersetzt.

50 Jahre Apple – Aus der Garage in jede Hand

In wenigen Tagen, am 1. April 2026, jährt sich die Gründung von Apple Inc. zum 50. Mal. Was 1976 mit Steve Jobs, Steve Wozniak und Ron Wayne in einer Garage in Cupertino als Experiment mit dem nackten Motherboard des Apple I begann, definierte unser Verständnis von Technologie von Grund auf neu: Schon in den 80er-Jahren setzte Apple mit dem Macintosh Massstäbe durch die Einführung von Maus und grafischer Benutzeroberfläche – unsere Interaktion mit Technik wurde für immer verändert.

Unser Bild zeigt Steve Jobs am 21. Juli 1999 in New York, wo er das farbenfrohe iBook, das den Laptop zum Lifestyle-Objekt und das Internet mobil machte, präsentierte. Es war der Vorbote einer beispiellosen Innovationswelle – vom iPod (2001) über das iPhone (2007) bis zur Apple Watch (2015). Heute, im Jubiläumsjahr 2026, hat sich das Unternehmen vom Hardware-Pionier zum wertvollsten Konzern der Welt entwickelt, dessen Technologie wir heute wortwörtlich in jeder Hand tragen. 

Mehr zu 50 Jahre Apple und weiteren historischen Themen.

Zahl der Woche - 17'119

Diese Zahl markiert den vorläufigen Höhepunkt einer Schweizer Erfolgsgeschichte: 17'119 Vollzeitstellen wies Stadler Rail diese Woche an der Bilanzmedienkonferenz aus. Während die globale Industrie unter Druck steht, hat das Unternehmen von Peter Spuhler allein im vergangenen Jahr rund 2'000 neue Arbeitsplätze geschaffen – ein klares Bekenntnis zum Industriestandort in Zeiten des wirtschaftlichen Umbruchs.

Das Fundament für diesen Zuwachs bildet ein historischer Auftragsbestand von 32,3 Milliarden Franken. Trotz globaler Expansion bleibt das Herzstück mit rund 5'300 Mitarbeitenden fest in der Schweiz verwurzelt. Angesichts eines nationalen BIP-Wachstums von lediglich 1,0 % setzt Stadler damit ein kraftvolles Zeichen gegen den grassierenden Fachkräftemangel und für den hiesigen Industriestandort.

Weitere Zahlen

Die Schweiz ringt um ihre Identität

Im Bundeshaus dominierte in dieser Woche eine existenzielle Grundsatzfrage die politische Agenda: Wie viel Spielraum lässt die «immerwährende bewaffnete Neutralität» im Jahr 2026 noch zu?

Während die internationale Gemeinschaft verstärkt auf eine Schweizer Beteiligung am europäischen Sicherheitsverbund und den Ukraine-Wiederaufbau drängt, hat sich im Parlament das Tauziehen um die Neutralitätsinitiative zugespitzt. Da der Ständerat weiterhin auf einem Gegenvorschlag beharrt, den der Nationalrat kritisch sieht, muss das Geschäft nun in die Einigungskonferenz – ein deutliches Zeichen für die tiefe innenpolitische Spaltung über unsere aussenpolitische Rolle.