Themen der Woche 22
Von der ersten grossen Wärmephase des Jahres über die zeitlose Kraft des Vorlesens bis hin zu einer spektakulären Schornstein-Sprengung im Unterwallis und den Lehren ein Jahr nach dem Bergsturz von Blatten. Wir zeigen die Bilder und Hintergründe, die uns diese Woche bewegt haben.
Erste grosse Wärmephase des Jahres unter Beobachtung
Im Fokus
Die Schweiz erlebte am Pfingstwochenende bei Temperaturen von über 30 Grad den ersten Hitzeschub des Jahres. Eine offizielle Hitzewelle lag gemäss MeteoSchweiz jedoch nicht vor: Dafür müsste die Tagesmitteltemperatur an mindestens drei Tagen in Folge 25 Grad oder mehr betragen. Locarno-Monti ist einer der vier Hauptstandorte von MeteoSchweiz. Hier werden Wetterdaten analysiert und Prognosen erstellt. Fotograf Samuel Golay besuchte den Standort und dokumentierte den Arbeitsalltag in Bildern.
Weitere beste Bilder aus der Schweiz
Die zeitlose Kraft des Vorlesens
Rückblende
Vorlesen macht Geschichten hörbar. Anders als beim stillen Lesen erhält der gelesene Text durch Stimme, Rhythmus und Betonung eine persönliche Interpretation. Wenn Geschriebenes von einer menschlichen Stimme im Raum hörbar wird, entsteht eine besondere Gegenwart und Nähe. Gerade in einer Zeit, in der Medien oft individuell und flüchtig genutzt werden- zugleich aber mit Formaten wie Podcasts neue Formen des Zuhörens hervorbringt -, bleibt Vorlesen eine zeitlose und intensive Erfahrung. Es verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Weitere historische Themen
50
Zahlen, bitte
Mit 50 Kilogramm Sprengstoff sind letzte Woche die beiden verbliebenen Schornsteine der ehemaligen Tamoil-Raffinerie in Collombey-Muraz im Unterwallis gesprengt worden. Mehrere hundert Schaulustige verfolgten, wie die fast 100 Meter hohen und insgesamt rund 4000 Tonnen schweren Bauwerke innert weniger Sekunden nacheinander einstürzten.
Die Raffinerie war bereits 2015 stillgelegt worden. Aus Sicherheitsgründen wurden die umliegenden Strassen für knapp eine Stunde gesperrt.
Weitere Zahlen
Ein Jahr nach dem Bergsturz steht Prävention im Fokus
Hintergrund
Der Bergsturz von Blatten vom 28. Mai 2025 hat gezeigt, wie wichtig Prävention, Überwachung und Zusammenarbeit bei Naturgefahren sind. Weil der Ort rechtzeitig evakuiert worden war und Wissenschaft, Behörden und Bevölkerung koordiniert handelten, konnte eine noch grössere Tragödie verhindert werden.
Ein Jahr nach der Katastrophe fällt die Bilanz der Walliser Behörden gemischt aus: Die Evakuierung und die Krisenbewältigung funktionierten, doch die menschlichen und materiellen Folgen bleiben schwerwiegend. Zugleich soll der Schutz vor Naturgefahren weiter gestärkt werden, da sich Risiken in Berggebieten verschärfen können.
Die Ereignisse von Blatten wurden auch zu einem Zeichen der Solidarität. Das betroffene Lötschental erfuhr in der Krise breite Unterstützung aus dem Wallis und aus der ganzen Schweiz.
