Themen der Woche 29
Von einer simulierten Mondbasis tief im Gotthard-Fels über den traditionsreichen Tennissand in Gstaad bis hin zum weltmeisterlichen Ozon-Jubiläum: Unser aktueller Blogbeitrag liefert Ihnen faszinierende Einblicke in die vielseitigsten Bildgeschichten der Schweiz. Zudem werfen wir pünktlich zum Sommerferienstart einen Blick auf den Rekordansturm am Flughafen Zürich.
Mondmission im Gotthard
Im Fokus
In der ehemaligen Gotthardfestung Sasso San Gottardo startet am Sonntag die spektakuläre Mondsimulation Asclepios VI. Zwei Wochen lang simulieren zehn internationale Studierende – darunter zwei Schweizer – in völliger Isolation das Leben auf einer Mondbasis. Das kilometerlange, eisige Stollennetz tief im Inneren des Bergmassivs bietet das perfekte Testgelände für künftige, unterirdische Stationen, die auf dem echten Erdtrabanten Schutz vor tödlicher kosmischer Strahlung bieten sollen.
Die weltweit einzigartige, von Studierenden organisierte Mission ist dabei harte Wissenschaft: In schweren Raumanzügen absolviert die Crew nächtliche Ausseneinsätze im alpinen Gelände und testet innovative Forschungsprojekte von der VR-Mondlandung bis zum extremen Nutzpflanzenanbau.
Unser Fotograf fängt die faszinierenden, surrealen Science-Fiction-Bilder dieses Raumfahrtabenteuers mitten in den Schweizer Alpen für Sie ein.
Swiss Open in Gstaad
Rückblende
Als der Westschweizer Tennispionier M. Audeoud aus Morges im Sommer 1915 mit Schläger und traditionell langer, weisser Hose auf den frisch angelegten Sandplätzen des Grand Hotel Bellevue in Gstaad auflief, ahnte wohl niemand, dass hier gerade die Geburtsstunde eines weltberühmten Sport-Klassikers schlug.
Die Bilder des legendären Sportfotografen Jules Decrauzat dokumentieren die Anfänge eines Turniers, das inmitten des Ersten Weltkriegs ins Leben gerufen wurde, um den Tourismus im Berner Oberland anzukurbeln.
Über ein Jahrhundert später hat sich das einstige Einladungsturnier zum renommierten EFG Swiss Open Gstaad gewandelt, dem höchstgelegenen ATP-Turnier Europas. Unser Fotograf Peter Schneider begleitet die Weltklassespieler, die mitten in den Alpen um wichtige Weltranglistenpunkte kämpfen.
110’000
Zahlen, bitte
Die Reiselust der Schweizerinnen und Schweizer ist ungebrochen: Der Sommerferienstart beschert dem Flughafen Zürich einen starken Passagieransturm. Bis zu 110'000 Reisende drängen sich an den Spitzentagen durch die Terminals, um vom grössten Schweizer Landesflughafen aus eine der 211 angebotenen Destinationen weltweit anzusteuern.
Laut den Buchungsprognosen des Flughafens stürmen Sonnenhungrige vor allem spanische und portugiesische Klassiker wie Mallorca und Porto. Neben einem spürbaren Boom bei Langstreckenflügen nach Bangkok und Singapur verzeichnet der Flughafen diesen Sommer aber auch einen markanten Trend zu kühleren Destinationen im Norden wie Stockholm.
100 Jahre Gesamtozon-Messungen
Hintergrund
Im Jahr 1926 legte der Pionier Prof. Paul Götz in Arosa den Grundstein für eine wissenschaftliche Weltsensation: die heute weltweit längste kontinuierliche Messreihe des Gesamtozons. Was auf dem Dach des Lichtklimatischen Observatoriums (Haus Firnelicht) in Arosa zur Erforschung des alpinen Heilklimas begann, entwickelte sich zu einer der bedeutendsten Datenreihen der globalen Ozon- und Atmosphärenüberwachung. Die Daten aus der Schweiz trugen wesentlich zur Erkennung der Ozonabnahme und zu den wissenschaftlichen Grundlagen für das Montrealer Protokoll von 1987 bei.
Heute, genau 100 Jahre später, ist die Schweizer Ozon-Überwachung moderner denn je. Wir werfen einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der heutigen Messungen in Davos (wohin die Arosa-Messungen inzwischen verlegt wurden) und Payerne.
