Mehr als reine News - Storytelling von Keystone-SDA
Ende 2025 haben wir zum ersten Mal darüber informiert, nun zeigen wir, wie wir das User-Needs-Modell konkret einsetzen. Das Modell dient als Inspiration, um ein Thema attraktiver zu erzählen. Denn Medienkonsumentinnen wollen heute nicht mehr nur darüber informiert werden, was geschehen ist. Sie wollen Zusammenhänge verstehen, unterhalten werden, Emotionen spüren und erfahren, was sie selbst beitragen können.
Es geht also nicht nur um Inhalt, sondern auch um die Form und das Storytelling. Analysen und Erfahrungen aus der Branche zeigen, dass einordnende, emotionale und inspirierende Geschichten die Lesenden nachweislich länger binden und die Bereitschaft für digitale Abos erhöhen.
Wir wollen unsere Kunden dabei unterstützen, diese Bedürfnisse optimal zu erfüllen. Deshalb haben wir entlang der Achsen Wissen, Verstehen, Fühlen, Tun vier Kategorien definiert, um Themen bewusst auf spezifische Publikumsbedürfnisse zuzuschneiden:
Was ist passiert? Schnelle, verlässliche Fakten und erste Reaktionen in Echtzeit. (Update me, keep me engaged)
Welchen Kontext braucht es? Hintergründe, Analysen und Erklärstücke, die Orientierung bei komplexen Themen schaffen.
(Educate me, give me perspective)
Was berührt und lenkt ab? Konstruktiver Journalismus, menschliche Erfahrungen und leichte Zugänge, die emotionale Momente erzeugen.
(Divert me, inspire me)
Was hilft im Alltag? Praktische Informationen, Serviceartikel und Lösungsansätze für die Lebensrealität der Menschen.
(Help me, connect me)
Neben dem schnellen Faktencheck (Inform me) liefert die Agentur vermehrt Kontext und Analysen (Give me background), emotionale und konstruktive Geschichten (Touch me) sowie praktische Service- und Lösungsansätze für den Alltag (Guide me).
Wir entwickeln uns weiter, vergessen aber nicht, wofür Keystone-SDA steht. Die schnelle, verlässliche und objektive Aktualität im klassischen Agenturjournalismus bleibt bestehen. Die Kategorie Inform me ist und bleibt das unerschütterliche Fundament unserer Arbeit.
Wir geben den Agenturjournalismus also nicht auf, sondern bieten vielmehr zusätzliche Inhalte über das reine Informieren hinaus. Dass das Konzept bereits erfolgreich im Dienst angekommen ist, zeigen gelungene Beispiele wie praktische Festival-Tipps, verständliche Erklärstücke zu Ladenöffnungszeiten oder das Schlaf vs. Fussball-Listicle zur WM.
Die klare Abgrenzung von Service-Inhalten (Guide me) zu reinen Nachrichten oder Hintergrundberichten besteht darin, dass ein echtes Guide me über die reine Information hinaus konkrete Handlungshilfen für den Alltag liefert.
Ein Beispiel: Die reine Nachricht über einen Streckenunterbruch der Bahn ist ein klassisches Inform me. Zum Guide me wird die Meldung erst, wenn sie den Pendlern ganz konkret aufzeigt, wie sie das Problem umgehen können.
Um den Inhalt schnell erfassbar zu machen, bricht die Redaktion klassische Textstrukturen auf. Statt langer Bleiwüsten kommen vielfältige Story-Formen wie übersichtliche Listicles, Checklisten, Pro-&-Contra-Beiträge, Überblicksartikel oder konkrete Verhaltenstipps (z.B. Sicherheitsregeln beim Flussschwimmen) zum Einsatz.
Zudem werden sie systematisch mit entsprechenden Metadaten versehen, damit sofort erkennbar ist, welches Bedürfnis ein Text anspricht.
Bei Fragen steht Ihnen Cornelia Jost, Leitung Content Development, gerne zur Verfügung.
