Themen der Woche 21

Claudio Thoma, wearing the black helmet, and Michael Buholzer, wearing the yellow helmet, both Keystone-SDA photographers are setting up a camera with a remote shutter release and transmitter, which will remain mounted on the ceiling of the Swiss Life Arena for the duration of the Ice Hockey World Championship
KEYSTONE / Gaëtan Bally
Foto

Begleiten Sie uns vom technischen Nervenkrimi unter dem WM-Hallendach über zentimetergenaue Schwertransporte im Jura bis zum 100. Geburtstag einer Trans-Pionierin – tauchen Sie jetzt ein in die bewegenden Bilder und Hintergründe dieser Woche!

Die WM der grossen Gesten

Im Fokus

Die WM-Stimmung kocht. Was wäre die Eishockey-WM ohne diesen Anblick? Bunt bemalte Gesichter, ausgefallene Kostüme und pure Emotionen prägen das Bild in den Schweizer Stadien. Es ist dieser positive Wahnsinn auf den Tribünen, den unsere Fotografen in jeder Sekunde einfangen.

Doch während die Fans – hier beim Spiel der Tschechen – lautstark mitfiebern, findet die eigentliche Revolution der Sportfotografie leise und hoch oben unter dem Hallendach statt. In unserem Hintergrund-Beitrag werfen wir einen exklusiven Blick hinter die Kulissen: Erfahren Sie, warum die spektakulärsten Bilder dieser WM aus Winkeln entstehen, die für das menschliche Auge eigentlich unerreichbar sind. 

Wie wir die Eishockey-WM aus neuen Blickwinkeln einfangen

Blick hinter die Kulissen

War der Puck nun komplett über der Linie oder nicht? 

Bei der aktuellen Eishockey-Weltmeisterschaft in Zürich und Fribourg sorgen wir für die perfekte Antwort – und zwar aus Perspektiven, die es so noch nie von uns gab!

Unsere Fotografen liefern spektakuläre Bilder direkt aus dem Tor und der Vogelperspektive. Doch hinter den actionreichen Aufnahmen steckt eine logistische und technische Meisterleistung.

Im Beitrag zeigen wir Ihnen, wie unsere Kamera 160 km/h schnellen Slapshots standhält und wie wir an die Bilder kommen, wenn die Kameras unter dem Hallendach hängen und man für drei Wochen keinen Zugriff mehr hat.

Lesen Sie den ganzen Beitrag und entdecken Sie die Bilder.
 

18

Zahlen, bitte

18 Mal müssen Spezialtransporte den Waadtländer Jura bezwingen, um die riesigen Rotorblätter für den neuen Windpark «Sur Grati» anzuliefern. Jedes dieser 19 Tonnen schweren und 57,5 Meter langen Ungetüme wird einzeln auf die Krete zwischen Vallorbe und Le Pont gehievt.

Die Chauffeure manövrieren die fast 60 Meter langen Bauteile mit lediglich 10 Zentimetern Spielraum um enge Kurven (Bild) und an Häuserecken vorbei. Es ist eine logistische Millimeterarbeit.

Jede der sechs Turbinen leistet 4,2 Megawatt, womit die Anlage bei ihrer Fertigstellung Ende 2027 eine Gesamthöhe von fast 150 Metern erreicht und den Strombedarf von rund 11'000 Haushalten deckt.

Vom G.I. zur Stil-Ikone

Rückblende

Am 30. Mai 2026 würde eine Frau ihren 100. Geburtstag feiern, die das konservative Weltbild der 1950er-Jahre im Alleingang erschütterte: Christine Jorgensen, geboren 1926. Die einstige US-Soldatin wurde nach ihrer Geschlechtsangleichung in Dänemark 1952 zur ersten Transfrau, deren Weg zum globalen Medienereignis wurde. Unsere Archivaufnahmen fangen die Eleganz dieser Pionierin ein, etwa in einem Nachtclub in Washington am 12. November 1953, wo sie stolz den Diamantring präsentiert, den sie vom Künstler Patrick Flanigan erhalten hat (Bild).

Während Boulevardblätter damals mit Schlagzeilen wie «Ex-GI Becomes Blonde Beauty» um Aufmerksamkeit buhlten, nutzte Jorgensen das Rampenlicht klug und souverän. Sie liess sich nicht zur Zirkusattraktion degradieren, sondern kämpfte zeitlebens als Aktivistin für Transgender-Rechte und Aufklärung über Geschlechtsidentität. Trotz massiver gesellschaftlicher Widerstände blieb sie bis zu ihrem Tod im Jahr 1989 eine der mutigsten Stimmen der queeren Community. Ihr Erbe als Wegbereiterin für Sichtbarkeit ist ein Jahrhundert nach ihrer Geburt aktueller denn je.